Handwerkliche Weine abseits des Mainstream
Info

Weingut Bernhard Ernst

Ernst Winery – oder auch „Château Ernst“: Großes Weinkino im Mittelburgenland!

Winzer

Bernhard ErnstBernhard Ernst wurde 1985 geboren, also in dem Jahr, in dem die Weingeschichte Österreichs nach dem Glykolskandal die letzten Akkorde zu spielen schien. Trotzdem – oder gerade deswegen – ist der österreichische Weinbau vielleicht dort, wo er jetzt ist. Mit engagierten jungen Winzern wie Bernhard Ernst, die sich auf dem internationalen Parkett mit ihren Weinen keinesfalls zu verstecken brauchen – ganz im Gegenteil!

1999 meldete sich Bernhard in der Weinbaufachschule Eisenstadt an, wo er im Lauf seiner vierjährigen Ausbildung in Praktika bei einigen der ganz Großen der österreichischen Weinszene lernte: so absolvierte er ein Praktikum bei Hans „John“ Nittnaus in Gols, im selben Jahr, in dem dort Claus Preisinger seine Erfahrungen als Kellermeister sammelte. Die wahrscheinlich wichtigsten Erfahrungen verdankt Bernhard Ernst aber Franz Schuster, Kellerwirtschaftslehrer in Eisenstadt. Seit 2008 ist Bernhard Ernst Kellermeister, aber damit ist seine „Lehrzeit“ noch lang nicht abgeschlossen. Der dynamische junge Winzer strebt stets danach, sein Wissen zu erweitern und schaut dabei gern über den Tellerrand Österreichs hinaus. So besuchte er 2007 bei einer Studienreise nach Frankreich französische Spitzenweingüter wie Château Mouton-Rothschild, La Mondotte etc., 2008 führte ihn der Weg ins Piemont, weitere Studienreisen nach Deutschland und Kalifornien sind geplant.

Philosophie

<herkunft zählt> ist der Leitspruch von Bernhard Ernst: Originale, keine Kopien. Weine, die ihre Herkunft eindeutig erkennen lassen. Keine holzüberfahrenen, aufgeputschten Tannin-Monster, sondern burgenländische Weine voller Eleganz, Tiefgründigkeit und Finesse.

Voraussetzung hierfür ist Sorgfalt bei jedem Schritt auf dem Entstehungsweg des Weins. Im Château Ernst wird ausschließlich von Hand gelesen, die Sortierung der Beeren erfolgt direkt im Weingarten. Bei der Kellerarbeit belebt Bernhard Ernst zum Teil alte Techniken wieder, etwa die Vergärung in kleinen offenen Holzbottichen wie sie Hunderte von Jahren in Deutschkreutz üblich war, dann aber durch moderne Kellertechnologie verdrängt wurde. Um seinem Leitspruch gerecht zu werden, verwendet er ausschließlich althergebrachte Methoden: bei Bernhard Ernst gibt es keine Konzentration des Mosts, keinen Einsatz von Holzchips, künstlichen Tanninen, Reinzuchthefen oder Bakterien. Alle Weine werden spontanvergoren, lange auf der Hefe gelagert und je nach Jahrgang unfiltriert abgefüllt. Bernhard Ernst setzt auch im Keller auf Handarbeit, so etwa beim händischen Untertauchen der Maische (Pigeage) und Aufrühren der Feinhefe (Batonnage) beim Fassausbau.

Seine Weine präsentieren sich allesamt sehr balanciert, mineralisch und elegant und transportieren exzellent ihr Terroir.

Terroir

Werfen wir doch einmal einen Blick auf das Terroir, das den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleiht:

Das Weingut, vom Winzer mit einem kleinen Augenzwinkern gerne auch „Château Ernst“ genannt, liegt in Deutschkreutz im Mittelburgenland. Seine 6 ha Weingärten verteilen sich auf die besten Lagen in Deutschkreutz – vom Hochberg bis zum Steinriegel – die unter Weinliebhabern als wahre Schmuckstücke bekannt sind. Diese außergewöhnlichen Terroirs besitzen alle natürlichen Voraussetzungen für die Erzeugung einzigartiger Weine.

Lage Hochberg im Deutschkreutzer WeingebirgeDie Rebanlagen für den Blaufränkisch stehen auf den berühmten Lagen Hochberg und Goldberg im Deutschkreutzer Weingebirge. Der Hochberg ist die steilste Lage in den Rieden von Bernhard Ernst mit dem wohl interessantesten Bodengefüge. Hoher Kalkgehalt und ein sandig-lehmiger Lössboden ergeben mineralische Weine mit viel Eleganz – prädestiniert für Blaufränkisch. Durch die steile Lage zieht die kalte Luft über den Hang und sorgt für eine unvergleichliche Fruchtausprägung, der sandige Boden mit hohem Kalkanteil bringt Weine mit trinkanimierender Fruchtigkeit und Komplexität hervor. Auch die Toplage Goldberg ist mit ihrem hohen Kalkgehalt und schweren Lehmböden ideal für Blaufränkische mit Tiefgang und Eleganz. Und so ist der Goldberg auch eine Lage mit Geschichte, der schon viele große Weine entlockt wurden.

Das totale Gegenteil sind die Lagen Kart und Steinriegel, wo Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Welschriesling und Grüner Veltliner ihre Wurzeln haben. Die Rieden befinden sich im nordöstlichen Plateau des Deutschkreutzer Weingebirges mit Blick nach Westen und Süden. Im Kart fühlt sich vor allem der Zweigelt sehr wohl und bringt Weine besonderer Eleganz hervor: geringer Kalkgehalt, dafür hoher Schotteranteil und sandig-lehmige Böden ergeben vollreife und fruchtige Weine. Durch die leicht nach Süden blickende Lage erreichen die Trauben hier hohe Zuckergradationen, dies garantiert vollreifes Traubenmaterial in fast jedem Jahr. Der Steinriegel schließlich eignet sich sehr gut für Welschriesling und Grünen Veltliner: ein leichter Hang mit Blick nach Westen und leicht schottrigem Boden mit bis zu 25 cm großen Feuersteinen an der Oberfläche bringt mineralische Weine mit Dichte und Tiefe hervor.

Mittelburgenland ist Blaufränkischland: auch im Weingut Ernst liegt der Blaufränkischanteil bei 70%, 20% der Rebfläche macht Zweigelt aus, die restlichen 10% verteilen sich auf Cabernet Sauvignon, Merlot, Grünen Veltliner und Welschriesling.

Im Durchschnitt sind die Rebstöcke über 35 Jahre alt und haben ihre Wurzeln tief in den Boden des Deutschkreutzer Weingebirges gegraben. Das Terroir, das Alter der Rebstöcke, die Philosophie des Winzers bei der Führung des Weinguts und der Weinbereitung, die Anlagen… alles wirkt hier zusammen und trägt zur Erzeugung herausragender, unvergleichlicher Weine bei.

Wir sind uns sicher: in Zukunft wird man Bernhard Ernst in einem Atemzug mit den großen Altmeistern des Mittelburgenlands nennen!

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Mit Ihrem Besuch auf www.225liter.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.Zustimmen